PSYCHOLOGISCHE PRAXIS

Dipl.-Psych., Dipl.-Soz. Elke U. Keller

 
 

 

 Elke U. Keller, Dipl.-Psych, Dipl.-Soz. 

    





Mein Lebenslauf ist untypisch für Psychologen. 

 

Vor meinem Entschluß, Psychologie und Soziologie zu studieren, arbeitete ich engagiert als Sekretärin in der Industrie. Erst dort entschloß ich mich, das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachzumachen. - Wie  in kinderreichen Familien üblich, mußte ich als Älteste von 5 Geschwistern früh Verantwortung übernehmen und habe auch während des Studiums regelmäßig gearbeitet. Zunächst in der Verwaltung und später in psychotherapeutischen Therapiezentren.

 

Mein Doppelstudium der Psychologie und der Soziologie an der Ludwig-Maximilian-Universität, München, wurde daher ergänzt durch praktische Arbeit und gleichzeitig eine therapeutische Ausbildung im Therapiezentrum St.Coloman bei Wasserburg. Da das dortige Team regelmäßig bekannte Therapeuten aus den USA zur Fortbildung vepflichtete (Primärtherapie, Bioenergetik, Encounter, Gestalttherapie, Psychodrama, etc.), entschied ich mich nach 2 1/2 Jahren, eine weitere zweijährige Ausbildung in den USA zu machen (Vorläufer von NLP und Arbeit mit Großgruppen) und kurzzeitig als Gasthörer von Prof. Garfinkel an Seminaren der UCLA, Los Angeles, teilzunehmen.

 

Meine Themen 

Im sozialpsychologischen Bereich:  

Kommunikation und die Gestaltung der gesellschaftlichen und  persönlichen Wirklichkeit durch Kommunikations- und Gruppenphänomene, die geschaffen, aufrechterhalten und/oder verändert werden durch die täglichen Interaktionen der beteiligten Personen (meinen besonderen Dank an Prof. Garfinkel, UCLA, L.A. ).

Im individuellen, persönlichen Bereich:   

Die Komplexität der Wahrnehmungspsychologie sowie  Ansätze der Tiefenpsychologie und der Psychoanalyse. Einen wichtigen Einfluß übte auch meine jahrelange Beschäftigung mit Systemen des Buddhismus und des Hinduismus aus. Ganz speziell beschäftigten mich deren Erkenntnisse im Bereich der menschlichen Projektion und der Wahrnehmungsverzerrungen bei Deprivationen..  

 

Eheschließung und Unternehmerinnentätigkeit  

 

Meine Eheschließung mit einem mittelständischen Unternehmer vermittelte mir ein tieferes Verständnis für die Auswirkung von wirtschaftlichen Faktoren auf das Verhalten und die Emotionen von Menschen. Die private Beschäftigung mit neuen Technologien und Betriebswirtschaft führte dann zur Gründung von zwei GmbHs, die im Bereich der Schulung und Beratung von Großkunden und Behörden tätig waren (eine davon in den neuen Bundesländern). In diese Zeit fiel auch meine beratende Mitarbeit im Vertriebspartnerbeirat der IBM Deutschland.  -  In den GmbHs umfaßte mein Verantwortungsbereich folgende Tätigkeiten: Ausbildung und Schulung des eigenen Personals (Akademiker), Geschäftsführung, Produktentwicklung und Vertrieb.-  Im Zusammenhang mit einer Entwicklungsfirma meines Mannes (Industrierobotoren) erfolgte die Gründung einer international tätigen Vertriebsfirma, sowie der Aufbau von internationalen Geschäftskontakten und dem entsprechenden internationalen Vertrieb mit kurzzeitigen Niederlassungen in Phoenix, Arizona und Singapur, Asien.

 

Ein schwerer Autounnfall, seine Folgen und  Zeit zum Nachdenken 

2002 erlitt ich einen schweren Autounfall mit gravierenden gesundheitlichen Langzeitfolgen. Das Reduzieren der Arbeitstätigkeit sowie das schrittweise Auflösen von zwei GmbHs war die Folge und konnte nicht vermieden werden. Die intensive Beschäftigung mit den psychischen Folgen von schweren körperlichen Traumata, Dauerschmerz und Bournout ergab sich ebenfalls zwangsläufig. Dazu kam eine intensive Auseinandersetzung mit Angst und  Stück für Stück ein Akzeptieren, Anpassen und Einstellen auf die neue Lebenssituation.

 

Adoption und Enkulturation unserer asiatischen Tochter 

Trotz der Unfallfolgen entschlossen wir uns, die bereits zwei Jahre vorher eingeleitete Adoption unserer damals 10-jährigen Tochter weiter zu verfolgen und das Kind im Sommer 2003 zu adoptieren. Für 2 1/2 Jahre verlegten wir unseren Lebensmittelpunkt nach Südspanien. Ich beschäftigte mich intensiv damit, unsere Tochter mit der europäischen Kultur vertraut zu machen, sie psychologisch zu betreuen und sowohl sprachlich als auch schulisch auszubilden und zu trainieren. Sie war extrem mager, hatte in Asien gerade das erste Schuljahr beendet und war folgerichtig nicht in der Lage, dem Unterricht in Europa zu folgen.  Unsere gemeinsame, enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit erlaubte es ihr, die kulturelle, sprachliche und familiäre Umstellung zu verkraften und ihre Schullaufbahn altersgemäß und erfolgreich fortzusetzen und zu beenden.  

 

Meiner Rückkehr nach München im Jahre 2006 folgte die schrittweise Auflösung des Firmengeflechtes, das Umstrukturieren meiner Lebensverhältnisse und das weitere Fördern, Unterstützen, Betreuen und Trainieren der Tochter bis zu ihrem Vollabitur im Sommer 2012. Danach begann ich mit der Wiederaufnahme der psychologischen Arbeit und dem Erarbeiten neuer Konzepte, in welche die Erfahrungen aus den sehr unterschiedlichen Lebensbereichen einfließen, in denen ich bisher tätig war. Unsere nun 20-jährige Tochter schließt im Sommer 2015 ihre Lehre als Hotelfachfrau ab und will danach ein Studium der Psychologie und Biologie beginnen. 

 

Arbeitsschwerpunkte

 

Meine psychotherapeutische Ausbildung umfaßte langjährige praktische Erfahrungen mit der psychoanalytisch fundierten Primärtherapie nach A. Janov,  der Gestalttherapie nach F. Pearls, Psychodrama, Kleingruppentherapien und Gruppenencounter (Konfrontationstherapie), Gesprächspsychotherapie nach Rogers und in den USA eine intensive zweijährige Beschäftigung mit Neurolinguistischem Programmieren sowie der Arbeit mit Großgruppen. Diese Kenntnisse und Erfahrungen flossen immer in  meine Produktentwicklungen und meine Arbeit mit Menschen ein. Ein Kurzgespräch mit P. Watzlawik auf einem psychologischen Kongreß in Hamburg bewog mich dazu, eine zweijährige Ausbildung in Hypnotherapie nach Milton Erickson zu machen (durchgeführt von Trainern des Milton Erickson Insituts Los Angeles). Eine wichtige und hilfreiche Entscheidung,  die mir die Mittel gab, meine Unfallfolgen konstruktiv zu verarbeiten und den Dauerschmerz zu  bewältigen. Später folgte eine Kurzausbildung in Guided Imagery and Music in München. Im vergangenen Jahr habe ich mich mit dem systemisch-hypnotherapeutischen Ansatz von  Gunther Schmidt beschäftigt.  

Das Zusammenspiel von Emotionen, Wahrnehmungen und den oftmals unbewußten Werten, Bewertungen und Entscheidungen, die der Gestaltung und Erfahrung der täglichen Realität zugrunde liegen beeindruckt mich täglich. 

 

Ich arbeite seit Jahrzehnten sowohl im Bereich der Ausbildung und des Trainierens von Menschen, als auch in der Persönlichkeits-Förderung und der Therapie. Seit über 25 Jahren bin ich Mitglied des Berufsverbandes Deutscher Psychologen und Psychologinnen (BDP).  Neben diversen Fortbildungen beschäftigen mich persönlich die Auswirkungen und Übertragungen  neuerer Erkenntnisse der Physik und der Neurobiologie auf die Sozialwissenschaften.   

 

Sprachkenntnisse: Deutsch, Englisch, Spanisch, Schulfranzösisch, Grundlagen des Hocharabischen

Hobbies und Interessen: Technik, Kunst, Geopolitik, Psychologie und Philosophie, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Wirklichkeitsgestaltung in unterschiedlichen Kulturen